Heribert Bayer
Ende der 70er Jahre hatte Heribert Bayer ausländische und zum Teil sehr weinerfahrene Geschäftsfreunde zu betreuen. Seine Vorschläge, in den besten Restaurants Österreichs auch österreichischen Rotwein zu trinken, stießen auf ebenso höfliche wie bestimmte Ablehnung. Das war Stein des Anstoßes und beflügelte ihn, in intensivem önologischem Selbststudium vieles über die Weinmacherei zu lernen und andererseits auf die Suche nach österreichischem Rotweinpotential zu gehen. Er wurde im Burgenland fündig und nach den Wirren und der Verunsicherung durch den österreichischen Weinskandal stellte er sein Wissen und seine mittlerweile erworbene Erfahrung jungen, aufstrebenden Rotweinwinzern als Berater zur Verfügung. Viele von ihnen sind heute absolute Stars.
Die ihn eigene Art, selbst und verantwortlich gestalten zu wollen, führte dazu, dass er 1994 seinen ersten eigenen Wein "In Signo Leonis" Mörbischer Pinot Noir produzierte. So wie damals arbeite er auch heute als Negociant und bedient sich nicht in seinem Besitz befindlicher Weingärten und Kellertechnik zur Umsetzung seines önologischen Programms.
Sein Partner ist der Winzerkeller Neckenmarkt, eine Genossenschaft, die sich selbst hoher und höchster Qualität verschrieben hat. Hier Heribert Bayer sowohl von der Betriebsgröße, vor allem aber menschlich ideale Voraussetzungen für seine Arbeit.