Josef Jamek
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Josef Jamek gilt als der Doyen des Weinbaus in der Wachau. Viele entscheidende Impulse für den heute so selbstverständlichen Charakter der trockenen Wachauer Weine gingen von ihm aus. Das Weingut Jamek nahm seinen bescheidenen Anfang mit dem Ankauf des ersten Weingartens durch dessen Vater Anton Jamek im Jahr 1912. Josef Jamek interessierte sich bereits früh für den Weinbau und besuchte 1936 die Weinbauschule in Krems.
1959 folgte ein großer Schritt mit dem Ankauf von 1,5 ha in der Ried Klaus. Im Jahr 1960 wurde aus der Ried Klaus erstmals ein sorten-, lagen- und naturreiner Riesling abgefüllt, d.h. ein Wein ohne das damals übliche Anreichern mit Zucker. Zur nachhaltigen Dokumentation wurden die Fässer notariell versiegelt.
Mit seinem Freund Prof. Claus Riedel entwickelte Josef Jamek eigene Riedel – Gläser für diesen Riesling und später auch für andere Sorten, damit diese leichten und duftigen Weine perfekt zur Geltung kamen. So wurden die Jamek Weine schon in den 60er Jahren in der Gaststätte in Riedel Gläsern kredenzt. Die Weinflaschen wurden nach den einzelnen Lagen bezeichnet und die Fassnummern auf dem Rücketikett vermerkt.
Den nächsten großen Schritt setzte Josef Jamek mit dem Wiederaufbau der Steinterrassen in der Ried Klaus und 1962 mit einer Oberkronenberegnungsanlage gegen die sommerliche Trockenheit in den extremen Bergterrassen. Als einer der ersten Weinhauer in Österreich kaufte Josef 1976 Edelstahlfässer für seine Weine, um durch Oberflächenberieselung die Gärführung zu kontrollieren. In kleinen Weinjahren setzte er auf den biologischen Säureabbau auch beim Weißwein, damit seine leichten Weine geschmeidig und gut zu trinken waren. Josef Jamek ist am 14. März 2011 im Kreise seiner Familie verstorben.
Jamek, die neuen Traditionen
Seit 2012 führen Schwiegersohn Herwig Jamek mit Gattin Julia Jamek den Traditionsbetrieb. Jutta und Hans Altmann unterstützen Sie dabei, nachdem Sie den Betrieb 1996 von Josef und Edeltraud Jamek selbst übernommen hatten.